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News von CADEAUX Leipzig | 30-05-2006



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(u-s:b /CADEAUX Leipzig) Innovative Kontaktbörse "vorschau - junges design aus mitteldeutschland" erstmals im Programm des Messetrios CADEAUX-COMFORTEX-MIDORA
Kontaktanbahnung zwischen Designabsolventen auf der einen und Herstellern sowie Fachhändlern auf der anderen Seite steht im Mittelpunkt der Sonderschau "vorschau - junges design aus mitteldeutschland". Das interaktive Projekt, das erstmals im Rahmen der Fachmessen CADEAUX Leipzig, COMFORTEX und MIDORA vom 9. bis 11. September 2006 veranstaltet wird, verspricht interessante Einblicke in das Schaffen junger Designer und hoffnungsvolle Ausblicke auf spätere Marktpartnerschaften.
Den Fokus der dreitägigen Veranstaltung bildet eine Sonderschau mit ausgewählten Arbeiten von Hochschulabsolventen. "Wir haben zahlreiche junge Gestalter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch Absolventen von Berliner Designerschmieden, der FH Potsdam und der Fachhochschule Coburg eingeladen, einen repräsentativen Querschnitt durch ihr aktuelles Schaffen zu zeigen", erläutern die Organisatoren Matthias Behne und Friedrich Lux von behnelux gestaltung Halle. "Bewerben dürfen sich nicht nur die 'frisch gebackenen' Absolventen, sondern alle, die ihr Studium nach dem 1. Januar 2000 abgeschlossen haben." Rund 25 Vertreter aus den Bereichen Produktdesign, Glas- und Keramikdesign, Textildesign, Schmuck- sowie Spielzeugdesign werden sich in der Sonderschau vorstellen, wobei die Bandbreite der bislang eingereichten Produkte von der Porzellan-Kreation über textile Flächen für den Sonnenschutz oder ein Uhrenkonzept bis hin zur neuartigen Puppenstube reicht. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2006.
Allerdings geht es bei der Ausstellung weniger darum, die Betrachter zum Staunen zu bringen, als vielmehr zur Diskussion anzuregen. "Die 'vorschau' versteht sich in erster Linie als Kommunikationsforum. Junge Gestalter präsentieren sich mit ihren Arbeiten und Ideen. Erfahrene Designer, Hersteller und Händler bringen sich mit Fach- und Marktkompetenz ein und finden praktische Anregungen. Es wird sich reichlich Gelegenheit bieten, miteinander zu reden und Kontakte zu knüpfen", versichert Matthias Behne.
Netzwerk für Kreative
Behne und Lux, Diplom-Designer des Absolventenjahrgangs 2000, sammelten ihre ersten Erfahrungen in der freien Wirtschaft schon während des Studiums an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Die eigenen Startschwierigkeiten sind ihnen gut in Erinnerung. "Früher gab es so genannte Designzentren, die zwischen Designern und Industrie vermittelten und halfen, Angebot und Nachfrage auf beiden Seiten zu regeln. Heute sind junge Kreative meist auf sich selbst gestellt. Projekte wie die 'vorschau' könnten zu einem Netzwerk weiterentwickelt werden und damit einen Ersatz für fehlende Anlaufstellen bieten", meint Behne. Außerdem gebe es gerade in den neuen Bundesländern einen enormen Bedarf an Aufklärungsarbeit. "In vielen Betrieben ist Design immer noch ein Posten, den man glaubt einsparen zu können", meint der junge Unternehmer.
"Aufklärungsarbeit" werden auch die Podiumsdiskussionen in der Sonderschau "vorschau" leisten. Hier kommen Vertreter aus Wirtschaft und Politik, aus mitteldeutschen Design-Hochschulen sowie gestandene Gestalter zu Wort. So spricht Designer Andreas Papenfuß aus Weimar über seine Erfahrungen mit der Industrie. Produktdesignerin Sybs Bauer vom "Designerinnen Forum e.V." aus Hamburg stellt ihren Verein vor und nimmt zu spezifischen Problemen von Frauen in der immer noch männer-dominierten Designerbranche Stellung.
Jürgen Brink, der mit seiner Firma artificial in Nürnberg einen Design-Vertrieb entwickelt hat, erläutert, wie er Kontakte zwischen Kreativen und Herstellern vermittelt. Ein Rechtsexperte wird über Patent- und Urheberrechte referieren. Geplant ist zudem eine "Kontaktbar" als Treffpunkt für Unternehmer und Designer zur Messeparty am 9. September.
Bereits im Vorfeld sind einige der am Rahmenprogramm beteiligten Fachleute als Juroren aktiv, um die eingereichten Objekte zu begutachten. Außer dass die Exponate noch nicht auf dem Markt sein dürfen, gibt es keine Vorgaben bezüglich Inhalt, Thema, Material, Form oder Funktionalität. Auf der Messe entscheiden dann Besucher und Aussteller, welche Präsentation mit dem Publikumspreis gekürt wird. Wer seine Stimme abgibt, nimmt gleichzeitig an der Verlosung ausgewählter Designprodukte teil.
Idee und Konzept für das "vorschau"-Projekt entstanden in Kooperation der Leipziger Messe GmbH, der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle sowie der Agentur triagonale - studio für produkt- und kommunikationsdesign Halle. Von letzterem stammt auch die grafische Umsetzung - mit ihrem heiter-frischen und zugleich eleganten Erscheinungsbild in hellem Grün und Grau selbst ein gelungenes Beispiel für modernes Design.
(Quelle: Meldung der Leipziger Messe)
Autor:
CADEAUX Leipzig
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