Schweizerische Uhrenexporte verzeichnen Plus von 19,3 Prozent im ersten Halbjahr

Nach dem klaren Aufschwung von 2010 haben die Uhrenexporte ihr Wachstum im ersten Halbjahr 2011 fortgesetzt. Ihr Wert über die letzten 6 Monate betrug 8,7 Milliarden Franken, was einer Zunahme um 19,3% gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 entspricht.

Die Uhrenexporte zeigten während des ersten Halbjahres keine Schwäche und verzeichneten für alle Monate ein zweistelliges Wachstum. Im April und Mai betrug die Zunahme sogar über 30%. Aufgrund eines sehr ungünstigen Basiseffekts fiel die Zunahme im März und Juni weniger deutlich aus.

Den Grossteil der Uhrenexporte stellten die Armbanduhren. Ihr Wert betrug im ersten Halbjahr 8,1 Milliarden Franken, was im Vergleich zu den Monaten Januar-Juni 2010 einer Zunahme von 19,6% entspricht. Dieses Wachstum wurde von einer hohen Stückzahl getragen. In sechs Monaten haben die Schweizer Uhrmacher 14,0 Millionen Zeitmesser exportiert. Dies entspricht einer Zunahme um 2,6 Millionen Einheiten im Vergleich zu 2010 (+22,5%).

Alle wichtigen Absatzmärkte der Schweizer Uhrenindustrie haben sich im ersten Halbjahr positiv entwickelt. Asien (+24,3%) ist schneller gewachsen als Europa (+13,3%) und Amerika (+16,6%) und hat die Zahlen deutlich nach oben getrieben. Mehr als die Hälfte (54,4%) der helvetischen Uhrenexporte entfiel auf Asien.

Hongkong bildet für Schweizer Uhren nach wie vor eine erstrangige Plattform. Nach Wert ist dieser Markt um 23,6% gewachsen und hat fast das Doppelte des im zweitgrössten Absatzmarkt USA realisierten erreicht. In den USA ist das Wachstum während des ganzen ersten Halbjahres bei nahezu 20% stabil geblieben. China hat mit dem stärksten Wachstum überhaupt einen Platz in der Klassierung gewonnen. Dieses Land verzeichnet seit rund 12 Monaten eine ausgeprägte Dynamik. Singapur, Südkorea und Thailand haben von Januar bis Juni ebenfalls stark zugelegt. Auch der Mittlere Osten hat sich für die Schweizer Uhren als sehr interessant erwiesen. Japan hat seine schrittweise Erholung fortgesetzt und das Halbjahr trotz des Erdbebens vom März mit einer Hausse abgeschlossen. In Europa fiel die positive Bilanz je nach Absatzmarkt abgestuft aus. Frankreich war weiterhin von Transitprodukten beeinflusst und hat deshalb ein höheres Wachstum verzeichnet als der weltweite Durchschnitt. In den übrigen Märkten des Alten Kontinents war die Entwicklung weniger markant.

 

Quelle: FH. Die von der FH verbreiteten Statistiken beruhen auf den Exportzahlen und nicht auf den Verkaufszahlen an die Endkonsumenten. Zwischen diesen beiden Werten können Unterschiede bestehen. Darüber hinaus resultieren die FH-Statistiken aus der Konsolidierung der Exporte aller Schweizer Uhrenunternehmen. Da der Geschäftsgang von einem Unternehmen zum anderen unterschiedlich ausfallen kann, erlauben es diese Statistiken nicht, die Entwicklung der Geschäfte einer bestimmten Unternehmung oder einer bestimmten Unternehmensgruppe nachzuvollziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.