Angelus setzt die Entwicklung innovativer Chronographen fort

Was das „Supercar“ unter den Sportwagen ist, stellt das Modell „U30 Tourbillon Rattrapante“ von Angelus unter den Armbanduhren dar. Es ist mit gleich drei begehrten Komplikationen der hohen Uhrmacherkunst ausgestattet, die sich in einer einzigartigen modernen und dreidimensionalen Form präsentieren: einem Tourbillon, einem doppelten Säulenradchronographen mit Flyback-Funktion und einem Schleppzeiger-Mechanismus (rattrapante). Die Uhr verfügt über ein mechanisches Werk mit Automatikaufzug und eine Gangreserveanzeige.

Die Uhrenmarke Angelus hat eine lange Tradition in der Herstellung von innovativen Chronographen fürs Handgelenk: Die Geschichte ihrer Armbanduhren-Chronographenproduktion begann 1925 mit dem „Monopusher“ (Eindrückerchronographen). Eine der ersten herausragenden Modelle der Marke war der „Chronodato“, der 1942 lanciert wurde und der erste weltweit seriell produzierte Chronograph mit Kalenderfunktion war. Während der folgenden Jahrzehnte brachte Angelus weitere wegweisende Chronographenmodelle auf den Markt. Darunter gab es einige mit zu jener Zeit weltweit neuartigen Komplikationen. Die heutigen Ingenieure und Uhrmacher von Angelus nehmen sich diese Leistungen aus der Vergangenheit zum Ansporn und setzen sich bei jeder kompletten Neuentwicklung eines Chronographen zum Ziel, etwas ganz Außergewöhnliches zu schaffen.

Nach einer fünfjährigen intensiven Forschungs- und Entwicklungsphase präsentiert Angelus jetzt das durch verschiedene Patente geschützte Modell „U30 Tourbillon Rattrapante“. Es verfügt über ein Minutentourbillon, einen doppelten Säulenradchronographen mit Flyback-Funktion und einen Schleppzeigermechanismus (rattrapante), eine Gangreserveanzeige und einen Automatikaufzug. Nicht nur diese technisch komplizierte Kombination, sondern vor allem auch der moderne Aufbau des Werks und sein dreidimensionales Design sind die Komponenten, welche das Modell „U30 Tourbillon Rattrapante“ von Angelus wirklich einzigartig machen. All diese Komplikationen mussten im Rahmen der Strukturoptimierung überarbeitet und skelettiert werden, um so viel vom Werk wie möglich zifferblattseitig sichtbar werden zu lassen. Gleichzeitig wurde eine maximale Ablesbarkeit der Zeit und der Chronographenfunktion sichergestellt. Die skelettierten Brücken und Kloben allein erlauben die Sicht auf nicht weniger als 15 verschiedene Räder auf der Zifferblattseite.

Das Werk beherbergt zahlreiche Komplikationen, die nicht modular hinzugefügt wurden, sondern alle voll integriert sind. Es ist mehrschichtig aufgebaut. Alle Komplikationen sind durch die skelettierten Brücken sichtbar, welche eine Form bilden, die an die Initiale „A“ von Angelus erinnert. Um dem Werk noch mehr Tiefe zu verleihen, ist die Zone um das Tourbillon herum vollkommen transparent und ansonsten in verschiedenen Grau- und Schwarzschattierungen gehalten.

Eine Tour über das offene Zifferblatt beginnt mit den skelettierten zentralen Stunden- und Minutenzeigern. Ihre gute Ablesbarkeit wird durch den großen Kontrast zwischen den schwarzen Brücken und Kloben des Werks und den darüber liegenden hellgrauen Stunden- und Minutenzeigern sichergestellt. Zudem weisen die Zeiger ein leicht gewölbtes Profil auf, so dass sie in jeder Lage und von jedem Winkel Licht auffangen.

Das Minutentourbillon belegt ein Viertel des Zifferblatts und kann durch die skelettierte Werksplatine und die Brücken auf der 10-Uhr-Position bewundert werden. Das Tourbillon ist hochfrequent mit 4 Hz/28.800 Schwingungen pro Stunde, was perfekt zum Charakter der Uhr passt. Der Tourbillonkäfig besteht komplett aus nicht-magnetischem Material und ist maximal verkleinert, um die Größe zu minimieren und die Leistung zu optimieren. Nicht nur das Tourbillon selbst kann zifferblattseitig betrachtet werden, sondern auch das ganze Räderwerk. Auf diese Weise wird es zu einer eindrucksvollen mikro-mechanischen Anzeige.

Die Gangreserveanzeige mit sichtbaren Trieben und Rädern ist bei acht Uhr direkt auf einer skelettierten Brücke positioniert: der grüne Sektor steht für ein ideales Drehmoment, während der rote Sektor anzeigt, dass es an der Zeit ist, die Uhr aufzuziehen.

Die Chronographenfunktion des Modells „U30 Tourbillon Rattrapante“ gehört zu den raffiniertesten und kompliziertesten derzeit und wird als Schleppzeiger- oder „doppelter“ Chronograph bezeichnet. Die Entwicklung dieses Chronographen-Typus ist sehr komplex, insbesondere wenn er mit einem Tourbillon kombiniert wird, da der Energieverbrauch eines Rattrapante-Mechanismus’ sehr hoch ist.

Die Rattrapante-Funktion (oder der Schleppzeigermechanimus) erlaubt die Zeitnahme von zwei verschiedenen Vorgängen, die gemeinsam beginnen, aber nicht gemeinsam enden, wie beispielsweise die jeweiligen Laufzeiten von zwei Sprintern in einem Rennen oder die Zwischenzeit und die Endlaufzeit eines Läufers. Die beiden Zeiger für die Chronographensekunde sind übereinander angeordnet. Der untere Zeiger ist dabei jener für die Zwischenzeitnahme. Bei Start des Chronographen gehen beide Zeiger im „Gleichschritt“ los, bis sie ein Druck auf den Drücker in der Krone voneinander trennt. Der obere Chronographen-Hauptzeiger läuft dann weiter. Der untere Zeiger hingegen bleibt stehen und zeigt die Zwischenzeit an. Wird der Drücker erneut betätigt, springt der Zeiger für die Zwischenzeitnahme auf die Position des Chronographen-Hauptzeigers und ist sofort wieder für die nächste Zwischenzeitnahme bereit. Auf einer Brücke bei drei Uhr ist ein 30-Minuten-Zähler positioniert, welcher die Chronographenfunktion komplettiert.

Fans der Uhrmacherkunst werden sich über das sichtbare Säulenrad für die Rattrapante-Funktion auf der 4-Uhr-Position unter dem 30-Minuten-Zähler freuen. Die Rattrapante-Funktion kann sogar in Aktion verfolgt werden, wenn sie aktiviert ist. Ein zweites Säulenrad auf der Rückseite des Werks kontrolliert den Chronographen.

Die meisten Chronographen operieren in der Sequenz „push-to-start“, „push-to-stop“, „push-to-reset“, das heißt, dass der Drücker einmal zum Start, ein weiteres Mal zum Stopp und ein drittes Mal zum Zurücksetzen betätigt werden muss. Das Modell „U30 Tourbillon Rattrapante“ von Angelus ist hingegen ein Chronograph mit „Flyback“-Funktion, das bedeutet, dass die Zeitnahme direkt zurückgesetzt und neugestartet werden kann, ohne zuvor gestoppt werden zu müssen. Die „Flyback“-Funktion ist deshalb so praktisch, weil mit ihr eine Zeitnahme durch eine einmalige Betätigung des Drückers sofort neu gestartet werden kann. Bei einem Standard-Chronographen muss der Drücker für diese Aktion dreimal betätigt werden.

Besonders kompliziert wird die Integration der „Flyback“-Funktion, wenn sie mit der Rattrapante-Komplikation kombiniert wird. In diesem Fall müssen durch den „Flyback“-Mechanismus anstatt einem zwei zentrale Chronographen-Zeiger zurückgesetzt und neu gestartet werden. Darüber hinaus wirken beim sofortigen Zurücksetzen und Neustarten erhebliche Kräfte auf den Rattrapante-Mechanismus. Aus diesem Grund müssen alle Chronographen-Funktionen von den Uhrmachermeistern während der Montage mit äußerster Sorgfalt eingestellt und optimiert werden, um einen reibungslosen und ruckfreien Lauf aller Funktionen sicherzustellen.

Die Markengeschichte von Angelus

Die Geschichte der Marke Angelus begann 1891 als die Brüder Albert und Gustav Stolz die „Angelus fabrique d’horlogerie“ in Le Locle in der Schweiz gründeten. Das Unternehmen machte sich bald durch die Entwicklung und Herstellung wegweisender Werke und Zeitmesser für die eigene und andere Marken einen Namen.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts erzielte Angelus mit der Kreation außergewöhnlicher Chronographen, Armbanduhren mit mehreren Komplikationen, Reise-Uhren mit vielen Anzeigen und einer langen Gangautonomie sowie Uhren mit Weckfunktion einen großen Bekanntheitsgrad. Außerdem schuf Angelus einige Modelle mit weltweit neuen Innovationen. Dazu gehörten die erste Armbanduhr der Welt mit Großdatum, der erste seriell produzierte Chronograph fürs Handgelenk mit Kalenderfunktion, die erste Armbanduhr mit Datumsanzeige und Weckfunktion, die erste Armbanduhr mit Repeater-Funktion und Automatikaufzug sowie die erste komplett wasserdichte Armbanduhr mit Repeater-Funktion.

Wie viele andere angesehene Marken stellte der Beginn des Booms der Quarzuhren in den 1970er Jahren Angelus mit seinen mechanischen Uhren vor große Schwierigkeiten. In den frühen 1980er Jahren stellte das Unternehmen deshalb alle Operationen ein.

Nach 30 Jahren wurde die Marke Angelus von einem neuen Management aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und wiederbelebt mit der nächsten Generation von visionären Uhren, auf die drei Jahre Entwicklungsarbeit verwendet wurde. Das erste Modell „U10 Tourbillon Lumière“ wurde 2015 vorgestellt, gefolgt von den Modellen „U20 Ultra Light Tourbillon“ und „U30 Tourbillon Rattrapante“. Alle aktuellen Modelle werden in der hauseigenen Manufaktur von Angelus in La Chaux-de-Fonds entwickelt und hergestellt. Der heutige Standort der Marke befindet sich nicht weit von dem Ort der ursprünglichen Fabrik der Markengründer Gebrüder Stolz entfernt.

Technische Details des U30 Tourbillon Rattrapante

Funktionen und Anzeigen:
Zentrale Stunden- und Minutenanzeige, Tourbillon, doppelter Säulenradchronograph mit Flyback-Funktion, Rattrapante-Mechanismus (Schleppzeiger zur Zwischenzeitnahme), Gangreserveanzeige.

Werk und Dekoration:
Kaliber: A-150, mechanisches Werk mit Automatikaufzug, Tourbillon und Rattrapante-Chronographenfunktion.
Komplikationen: Minutentourbillon, Chronograph mit Flyback-Funktion, Rattrapante-Mechanismus, Gangreserveanzeige.
Rubine: 38
Durchmesser: 37,60 mm
Höhe: 9,35 mm
Gangreserve: 45 Stunden
Frequenz: 4 Hz/28.800 Schwingungen pro Stunde
Unruh: Schwarzvergoldetes Berylliumkupfer.
Hemmung: Schweizer Ankerhemmung
Reguliert in: 5 Lagen
Räderwerk: Räder im exklusiven Angelus-Design mit sechs Speichen zur Maximierung der Stabilität.
Schrauben: Drei-Punkte-Design von Angelus mit Köpfen, die das Drehmoment optimieren.
Hauptplatine und Automatik-Brücke: graue NAC-Beschichtung, um Kontrast und Tiefe zu maximieren.
Obere Brücken: Mit schwarzer ADLC-Beschichtung
Säulenräder: Mit schwarzer ADLC-Beschichtung, blank poliert. Beide Säulenräder sind sichtbar: das Säulenrad der Rattrapante-Funktion ist auf der Zifferblattvorderseite und das Chronographen-Säulenrad ist auf der Rückseite des Werks sichtbar.
Tourbillonkäfig: von Hand angliert und poliert.
Finissage des Werks: Anglierte und polierte Kanten, glatte, satinierte oder sandgestrahlte Oberflächen.
Rotor: Mit schwarzer ADLC-Beschichtung und einem Segment aus massivem 22-karätigem Weißgold.

Zifferblatt:
Skalenring: Markierungen für Stunden, Minuten und Chronographen-Sekunden
Zähler: 30-Minuten-Zähler, rhodiniert mit Lasergravur auf der oberen Chronographenbrücke.
Gangreserveanzeige, rhodiniert mit grüner und roter Lackierung und mit Lasergravur auf der oberen Gangreservebrücke.

Zeiger:
Stunden- und Minutenzeiger: skelettiert, sandgestrahlt mit polierter Spitze.
Zeiger für die Chronographensekunde: sandgestrahlt, mit roter Spitze.
Schleppzeiger (Rattrapante-Funktion): satiniert.
Gangreservezeiger: sandgestrahlt mit polierter Spitze.
Zeiger des 30-Minuten-Zählers: poliert und mit roter Linie

Gehäuse:
Material: Titan (Grad 5), mit schwarz beschichteter Gehäuse-Seite
Durchmesser: 47 mm
Höhe: 15 mm
Krone: mit eingraviertem Logo von Angelus.
Zwei Positionen: Position 1: Aufzug, Position 2: Zeiteinstellung.
Drücker für die Zwischenzeitnahme in die Krone integriert.
Gehäuserückseite: Transparent.
Weite zwischen Bandanstößen: 22 mm
Wasserdicht bis: 30 m/100 ft./ 3atm
Gläser: Box Saphirglas (Vorder- und Rückseite) mit Antireflex-Beschichtung auf der Innenseite

Armband und Schließe:
Material: schwarzes Alligatorleder mit Titan-Einsatz oder Kautschuk
Länge: von 70 mm bis 125 mm
Weite: 22/20 mm
Schließe: Titan, Faltschließe, mit eingraviertem Logo von Angelus.

Referenznummer und Limitierung:
Referenz: 0CRAC.B01A.C003U
Limitiert auf: 25 Exemplare
Preis (Stand Mai 2016): 61.000,- Euro

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