Das Handy als Armbanduhr: die Samsung Galaxy Gear Smartwatch ist da

SmartwatchSmartphones gibt es zwar bereits seit knapp sechs Jahren und die Technik entwickelt sich stetig weiter, dennoch gibt es nach wie vor Schwachstellen. So sind iPhone und Co. teils sperrig, nicht gerade leicht und nie hat man die Hände frei. Ein Umstand, den Samsung jetzt ändert.

Auf der Ifa in Berlin hat der südkoreanische Konzern die Samsung Galaxy Gear Smartwatch vorgestellt. Ein Handy, das als Armbanduhr getragen werden kann und mit dem das Unternehmen erstmalig unter die Uhrenhersteller geht.

Kampf am Handgelenk – Samsung vs. Apple

Gerüchte darüber gab es schon seit mehreren Monaten. Ebenso wie über die iWatch. Was immer Apple geplant hat – Samsung ist dem großen Konkurrenten zuvorgekommen und verschönert nun als Erster männliche und weibliche Handgelenke. Und zwar mit einem kleinen Computer, der nicht – wie anfangs von vielen gedacht – nur für den Sportbereich sinnvoll ist. Es handelt sich vielmehr um ein Gerät, das fast alles kann. Viel mehr als nur Schritte zählen.

Einen Haken gibt es aber natürlich: Die Samsung Galaxy Gear Smartwatch macht nur Sinn, wenn sie an ein anderen Samsung Gerät gekoppelt ist. Ein Smartphone (ab dem Galaxy SIII) oder Tablet (Note 10.1) beispielsweise. Nur wer dieses einstecken hat, kann die “schlaue Uhr” auch wirklich benutzen. Samsung bewirbt seine neueste Innovation deshalb als Companion Device und nicht als eigenständiges Gerät.

Dennoch hat die Galaxy Gear einiges drauf. Auf dem Display werden nicht nur die aktuelle Uhrzeit und das Wetter, sondern auch eingehende E-Mails oder Anrufe angezeigt. Über einen internen Speicher und eine Kamera (für Fotos, Videos und eine neue Ebene der Augmented Reality) verfügt die Handy-Armbanduhr ebenso wie über spezielle Apps. Mehr als 70 Anwendungen sind verfügbar. Für optimalen Antrieb sorgt ein 800-MHz-Prozessor.

Alles auf Knopfdruck

Die Bedienung ist zwar einfach, aber auch gewöhnungsbedürftig. Wer glaubt, dass er mal schnell auf die Smartwatch schauen kann, um sich über die Uhrzeit zu informieren, irrt. Das funktioniert immer nur auf Knopfdruck. Ebenso dient der Musikplayer dazu, dass Songs auf dem Smartphone bzw. Tablet abgespielt werden. Die Uhr lässt sich also als praktische und zugleich schicke Schnittstelle bezeichnen. Sie erinnert sogar fast an ein Gadget des MI6.

Am Arm trägt sie nicht zu sehr auf, wirkt auch nicht zu mächtig. Sprachkommandos versteht sie problemlos, ansonsten geschieht die Kommunikation über Bluetooth. Damit bleiben die Hände mehr oder weniger frei, sollten aber auch nicht zu gestikulierend eingesetzt werden. Ansonsten kann es passieren, dass bei einem Stoß die Kamera in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Akku ist hingegen etwas weniger sensibel. 25 Stunden soll er laut Samsung im Durchschnitt durchhalten. Gewechselt werden kann er – im Gegensatz zu einer Uhrenbatterie – aber nicht.

Wearable – zu welchem Preis?

Technology in the handsDie große Frage bleibt: Was soll die Samsung Galaxy Gear Smartwatch kosten? Ein offizieller Preis ist bislang ebenso wenig bekannt wie ein Datum für die Markteinführung. Ersten Medienberichten zufolge soll die Galaxy Gear noch in diesem Monat erhältlich sein. Für rund 300 Dollar. Bestätigt wurde aber noch nichts.

Es scheint, als hätte die Präsentation auf der Ifa für Samsung absolute Priorität gehabt, damit Apple dem Unternehmen ja nicht zuvorkommt. Und doch ist Fangemeinde gespalten. Während die einen dem Verkaufsstart der Uhr entgegenfiebern, sind andere skeptisch. Und das zu Recht. Denn das Versprechen, das Handy dank Smartwatch nicht mehr in die Hand nehmen zu müssen, erfüllt Samsung nur zu einem gewissen Prozentsatz.
Quellen:
armbanduhr.org
spiegel.de

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