Die Welt neu geordnet – Schätze aus der Zeit Napoleons

Am Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr, wurde im Schmuckmuseum die Ausstellung „Die Welt neu geordnet – Schätze aus der Zeit Napoleons“ eröffnet.

Napoleon Bonaparte veränderte die europäische Staaten-Landschaft grundlegend. Mit ihm änderte sich in kürzester Zeit die politische Landkarte Europas tiefgreifend und nachhaltig. 2019 jährt sich sein Geburtstag: 250 Jahre sind seit der Geburt des Feldherrn, Politikers und Kaisers der Franzosen vergangen. Nach der Humboldt-Schau »Offene Horizonte – Schätze zu Humboldts Reisewegen« widmet sich das Schmuckmuseum dem Wirken Napoleons und dem Schmuck sowie der Mode seiner Epoche, die sich entscheidend änderten. Etwa 150 Exponate werden zu bestaunen sein, darunter auch Arbeiten von Nitot, dem Hofjuwelier Napoleons. Zahlreiche Bilder zeigen, wie Napoleon sich inszenierte und darstellen ließ, und veranschaulichen im Zusammenspiel mit Dokumenten, Gebrauchs- und Luxusgegenständen die damalige Zeit.

Abbildung: Kameentiara des schwedischen Königshauses (Replik)
Silber vergoldet, Muscheln, Karneol, Perlenimitate, Glas
René Brus (Goldschmied)
Amsterdam, 1989
Diamantmuseum Amsterdam

Die mit Perlen und Kameen reich besetzte Tiara wurde vor mehr als 200 Jahren angefertigt und wird sehr gerne von den Prinzessinnen der schwedischen Königsfamilie zur Hochzeit getragen. Sie ist ein sehr schönes Beispiel für den Schmuck des französischen Empire und zudem ein Schmuckstück, das zeigt, wie sich einige der Helden der Französischen Revolution und ihre Familien in die Herrscherdynastien eingewoben haben. Die »Cameo Tiara« gilt als ein Geschenk Kaiser Napoleons I. an seine erste Frau Joséphine (1763-1814). Als die Tochter von Joséphines Sohn Eugène aus der sowohl glücklichen wie auch politisch verfügten Ehe mit Auguste von Bayern, ebenfalls mit dem Namen Joséphine (1807 1876), den späteren König Oscar I. von Schweden heiratete, ging die Kameentiara in die schwedische Königsfamilie der Bernadottes über. Das Schmuckmuseum zeigt – aus verständlichen Gründen – nicht das Original, sondern eine Replik aus dem Diamant Museum Amsterdam, und dazu Portraits einiger Damen, die die Tiara getragen haben, beispielsweise Kaiserin Joséphines Tochter Hortense.

Quelle: Schmuckmuseum Pforzheim www.schmuckmuseum.de

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