Girard-Perregaux Minutenrepetition Tourbillon mit Goldbrücken

Tief verbunden mit seiner Herkunft und der Tradition der Uhrmacherkunst seit 1791, zeigt das Haus Girard-Perregaux mit seinen Kreationen immer wieder, dass Innovationen wesentlich zur Dynamik der Uhrenindustrie beitragen. Diesen gleichbleibenden Ehrgeiz der Schweizer Manufaktur unterstreicht das Modell Minutenrepetition Tourbillon mit Goldbrücken, in dem die Uhrmacher der Manufaktur dem mechanischen Aufbau eines Schlagwerks eine völlig neue Dimension geben. Gleichzeitig beweist die Neuentwicklung, dass Girard-Perregaux stets darum bemüht ist, technisch voranzuschreiten und dabei ästhetische Ansprüche und bewährtes Wissen zu berücksichtigen.

Große Ehre für Girard-Perregaux: Das Minutenrepetition Tourbillon mit drei Goldbrücken
wird beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2015 ausgezeichnet

 

Dank des Werkaufbaus der Minutenrepetition Tourbillon mit Goldbrücken bietet sich die Möglichkeit, auf der Zifferblattseite sowohl die Komponenten des Schlagwerks als auch die Hämmer zu sehen. Diese erzeugen einen Klang, indem sie die Tonfedern anschlagen. Dank einer bedeutsamen Innovation sorgt diese Positionierung des Mechanismus‘ für eine perfekte Klangwiedergabe, selbst wenn die Uhr am Handgelenk getragen wird. Denn Ziel war nicht nur, einen ebenso attraktiven wie effizienten Mechanismus zu konstruieren, sondern auch, diesen deutlich auf dem Zifferblatt zu positionieren, um die Uhr optisch zum Genuss zu machen.
Das ehrgeizige Unterfangen begann damit, dass Girard-Perregaux ein hauseigenes Team aus Uhrmachern und Ingenieuren beauftragte, ein neues Uhrwerk mit originellem Aufbau zu schaffen, in dem das Unsichtbare sichtbar wird. Dahinter steht der Wunsch, das Können des Unternehmens sowie seine Uhrmachertradition zu bewahren. Dies findet Erfüllung in dem neuen Tourbillon, in dem auch die Goldbrücke zum Einsatz kommt. Es ist das Markenzeichen von Girard-Perregaux und geht auf ein Design zurück, das 1884 patentiert wurde und heute als ästhetisches und technisches Merkmal einer der ehrwürdigsten Schweizer Uhrenmanufakturen gilt, die noch existiert.
Innovation durch Tradition
Wie erzeugt man einen kräftigen, klaren Klang in einer Armbanduhr, die mit einem Minutenrepetitionsmechanismus ausgestattet ist? Dieser Mechanismus stellt noch immer für viele Uhrmacher eine unüberwindbare Herausforderung dar.
Das Prinzip dieser Uhren tauchte zum ersten Mal an der an der Wende zum 17. Jahrhundert auf. Seitdem gab es eine große Zahl, wenn nicht gar hundert verschiedene Lösungsvorschläge mit dem Ziel, den Klang solcher Uhren zu verstärken. Girard-Perregaux beschloss, auf keine dieser bereits bestehenden Lösungen zurückzugreifen. Denn keiner davon gelingt es, sowohl das Ohr durch eine klangvolle Melodie als auch das Auge durch die Beobachtung des aktivierten Schlagwerksmechanismus‘ zu erfreuen.
Mit dem Wunsch, neue Kreativität in die traditionelle Welt der Uhrenkomplikationen einzubringen, entschied sich die Manufaktur Girard-Perregaux für eine klassische Uhr. Auf ihrer Vorderseite weist sie ein Tourbillon mit Goldbrücke auf. Auf der gleichen Seite befindet sich die Mehrzahl der Komponenten, die es einer Minutenrepetition ermöglichen, einen kräftigen, klaren Klang zu erzeugen, selbst wenn die Uhr am Handgelenk getragen wird. Für dieses Ergebnis mussten die Uhrmacher nicht nur das gesamte Uhrwerk überarbeiten, sondern auch die Konstruktion und Funktionsweise.
Dem Klang die Qualität geben, die er verdient
GP_HD_Tourbillon Minute Repeater with Gold Bridges_TDer hier gewählte Ansatz, der ebenso komplex wie einzigartig ist, verbessert die akustische Leistung spürbar. Zudem bietet er die Möglichkeit, den subtilen Mechanismus der Minutenrepetition nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen wahrzunehmen. Ausgelöst wird die Komplikation durch das Betätigen eines Schiebers, der wie meist üblich auf der linken Seite des Gehäuses bei 8 Uhr platziert ist. Durch das Bewegen dieses Schiebers wird die Zugfeder im Federhaus der Minutenrepetition aufgezogen, das man teilweise durch den gläsernen Gehäuseboden sehen kann. Sobald der Schieber vollständig bewegt ist, löst der Minutenrepetitions-Mechanismus die Alles-oder-nichts-Schaltung aus, die dazu dient, das Schlagwerk nicht zu starten, falls sein Aufzug nicht ganz vollzogen wurde. Das vermeidet eine falsche akustische Wiedergabe der Zeit. Hinzu kommt ein veränderter Aufbau, der die Komponenten des Schlagwerks in einem Zifferblattausschnitt platziert und auf der gleichen Ebene die Hämmer und Tonfedern anordnet. Das macht es dem Beobachter möglich, den gesamten Auslösemechanismus zu betrachten und gleichzeitig den Anschlag der Hämmer auf den Tonfedern zu sehen. Neben all den sichtbaren Komponenten der Minutenrepetition gibt es ein einziges Teil, das weder zu sehen noch zu hören ist: die komplexe Konstruktion des Windfangs. Dieser hat die Funktion, die Schlaggeschwindigkeit der Hämmer zu regulieren und liegt auf der Rückseite des Gehäuses, um jedes Geräusch seiner Bewegung zu unterdrücken, so schwach es auch sein mag. Das garantiert die akustische Qualität des musikalischen Zeitmessers.
Dank dieser Verbesserungen beginnen die empfindlichen Komponenten des Schlagwerks, die allesamt ein traditionelles Finish aufweisen, ihre Aktion. Die Hämmer schlagen mit absoluter Gleichmäßigkeit zuerst die Stunden (mit einem tiefen Ton), dann die Viertelstunden (mit einer Kombination hoher und tiefer Töne) und zuletzt die Minuten (mit einem hohen Ton).
Die Entscheidung, die beiden Tonfedern in Richtung der Innenseite des Stundenkreises aus 18karätigem Gold zu platzieren und hier auch die Hämmer (ihre Form ist inspiriert von der 1884 patentierten Goldbrücke) zu positionieren, geht über ästhetische Überlegungen hinaus. Diese Position ermöglicht es den Schallwellen, die sorgfältig in einer kalibrierten Frequenz geregelt sind, harmonisch nachzuschwingen. Dabei werden sie nicht – wie leider häufig der Fall – zum Beispiel durch zu nahes Tragen an der Haut beschränkt, da diese eine Dichte besitzt, die Schallwellen absorbiert.
Zusätzlich schenkte man dem Verhältnis zwischen Gehäuse- und Uhrwerksgröße große Aufmerksamkeit, um hier den besten Resonanzkörper zu erhalten, wie man ihn zum Beispiel bei Saiteninstrumenten kennt. Daher wurde auch die Innenseite des Gehäuses speziell bearbeitet, um jede akustische Störung auszuschalten. In einem Konzert sollten keine falschen Töne zu hören sein, Daher wurde der Saphirglasboden speziell bearbeitet, um ihm die sanfte Wölbung zu geben, die man auch bei zahlreichen Musikinstrumenten mit Resonanzraum sehen kann. Das Ziel war dabei, das Volumen zu maximieren, in dem der Ton dann zurückstrahlen kann.

Sowohl Musikinstrument als auch kinetische Skulptur
Dank des ungewöhnlichen Aufbaus des Schlagwerks und der Summe neuer technischer Lösungen für diese Komplikation kann die Minutenrepetition Tourbillon mit Goldbrücken mit einem außergewöhnlichen Klang überzeugen. Zudem wurde die Verbindung zwischen Hauptplatine und dem 18karätigen Roségoldgehäuse versteift, um die Übertragung der Schallwellen zwischen dem Ansatz der Tonfedern zu verbessern. Das ist aber noch nicht alles. Um die Geschwindigkeit der Hämmer zu erhöhen und damit den Anschlag u verbessern, ist jeder von ihnen auf Paar Lagersteinen montiert, die wie Kugellager arbeiten und so die Reibung reduzieren. Dieser Aufbau wirkt optisch so harmonisch, dass er ganz einfach erscheint.
Aber, wie man weiß: Dinge, die einfach aussehen, sind in Wirklichkeit oft sehr komplex. Nicht weniger als 270 Stunden benötigt ein Meisteruhrmacher, den großartigen Mechanismus zu montieren und einzustellen. Diese Arbeit ist umso mühsamer, da diese Konstruktion der Minutenrepetition die Hämmer auf der gleichen Ebene platziert wie den Rechen. Das macht es erforderlich, die Hämmer mit Hilfe eines besonderen Werkzeugs außerhalb des Uhrwerks zu justieren. Denn am Ende ist das Ergebnis für alle zu sehen. Diese kleinen Komponenten aus schwarz poliertem, gehärtetem Stahl mit anglierten Kanten betonen das besondere Design, inspiriert von der Uhr mit den drei Goldbrücken. Dank des klaren Designs entsteht bei jedem Schlag eine kraftvolle Ausstrahlung.

Die mechanische Konstruktion – inspiriert von der Tradition von Girard-Perregaux
Bei dem außergewöhnlichen Mechanismus hat Girard-Perregaux sich für ein rundes, gewölbtes Gehäuse entschieden, das von schlanken Bandanstößen verlängert wird. Dies ist für die Haute Horlogerie Collection charakteristisch. Die sanft geneigte Lünette ermöglicht eine große Öffnung und erleichtert die Beobachtung des Minutenrepetitions-Mechanismus, der Hämmer, Tonfedern und des Tourbillons. All das ist für den Uhrenträger sichtbar. Die legendären Goldbrücken von Girard-Perregaux und die Dekoration zeigen die Herkunft dieses Mechanismus mit seinem perfekten Finish, das in Übereinstimmung mit der langen Tradition der Manufaktur entsteht. Das Kaliber trägt auch auf der Gehäuserückseite eine dritte Goldbrücke sowie das Logo von Girard-Perregaux auf die Hauptplatine graviert.
Getragen wird das Modell an einem schwarzen Alligatorlederband mit roségoldener Dreifachfaltschließe.

Referenz: 99820-52-000-BA6A, Preis: UVP 380.000 – €
Limitiert auf 10 Stück

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