TAG Heuer: 50 Jahre Carrera

TAG Heuer CARRERA 2B80Im Jahr 1963 richtete Jack Heuer, Urheber einiger der bahnbrechendsten Errungenschaften auf dem Gebiet der Sportzeitmessung, sein Augenmerk erstmals auf die spezifischen Bedürfnisse von Profi-Rennfahrern. Als langjähriger Fan und Teilnehmer an Rennsportveranstaltungen wusste er genau, was man dort brauchte: ein großflächiges, leicht ablesbares Zifferblatt sowie ein stoßfestes und wasserdichtes Gehäuse, das auch den widrigsten Streckenbedingungen standhielt.

Eine ideale Quelle für seine Ideen war dabei die „Carrera Panamericana“ in Mexiko, das weltweit härteste Langstreckenrennen auf öffentlichen Straßen. „Zum ersten Mal hörte ich von der Carrera aus dem Mund von Pedro Rodriguez beim 12-Stunden-Rennen von Sebring, bei dem ich offizieller Zeitnehmer war. Er und sein Bruder Ricardo gehörten zu den schnellsten, gewieftesten und mutigsten Langstreckenfahrern aller Zeiten. Ihre Gespräche über die Carrera – jenes Rennen, das der langjährige TAG Heuer-Fan Juan Manuel Fangio 1953 gewonnen hatte, das aber 1955 nach einer Reihe von tödlichen Unfällen eingestellt wurde – brachten mich auf eine Idee. Allein der Klang des Namens wirkte elegant und dynamisch, war in allen Sprachen problemlos auszusprechen und voller Emotionen. Damals wurde mir klar, dass mein neuer Chronograph eine perfekte Hommage an diese Legende werden würde.“

Klar war auch, wie die Uhr aussehen und wie sie sich anfühlen sollte. Prägend waren dabei zahlreiche innovative Ideen, vor allem aus der Zeit des frühen Modernismus der 1960er Jahre – so zum Beispiel die Reinheit der geometrischen Formensprache der neuen Architektur von Oscar Niemeyer, die geschwungenen, sinnlichen Linien eines Gebäudes oder Stuhls von Eero Saarinen oder die klare, schnörkellose Ästhetik der Pop-Art-Kunst. Gleichzeitig wurde das legendäre Design der Carrera dauerhaft in der Welt des Motorsports verankert mit Attributen wie den traditionell in Schwarz-Weiß gehaltenen Bordanzeigen oder den begehrten perforierten Lederhandschuhen eines Juan Manuel Fangio und seiner Zeitgenossen.

„Ich war begeistert von den neuen Formen, Materialien und Techniken, die zur damaligen Zeit gerade aufkamen. Wir waren auf der Suche nach etwas, das all dies in sich vereinte, das ebenso neuartig und gewagt, aber gleichzeitig schlicht, einfach und typisch für den Motorsport sein sollte, ohne Schnörkel, klassisch und zeitlos.“ (Jack Heuer)

Der erste Carrera Chronograph kam in Gestalt der atemberaubenden schwarz-weißen „Panda“-Edition mit Tachymeter auf den Markt. Die Uhr, die bei allen europäischen und amerikanischen Top-Rennfahrern in kürzester Zeit zum Pflicht-Accessoire avancierte, zählt heute zu den begehrtesten Sammlerstücken im Luxussegment.

Im Jahr 1969 folgte der patentierte Carrera Chronomatic Calibre 11, der weltweit erste Automatik-Chronograph, der die Entwicklung des Uhren-Designs nachhaltig beeinflussen sollte. Der Name – eine Kombination aus den Wörtern „Chronograph“ und „Automatic“ – zählt zu den sagenhaftesten Errungenschaften in der Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst. Ausgestattet mit einem 12-Stunden- und 30-Minuten-Zähler sowie dem berühmten, von Edouard Heuer im Jahr 1887 erfundenen Schwingtrieb, besaß der Chronograph eine patentierte Exzenterregulierung mit beweglichem Federhaus, was selbst unter extremsten Bedingungen eine hochpräzise Regulierung mit minimaler Zeitabweichung ermöglichte.

Die in den 1970er Jahren im Zuge des Quarz-Zeitalters aufkommende Bewährungsprobe hat die Carrera nicht nur überstanden, sondern den anhaltenden Ausnahmestatus der Marke auch im digitalen Zeitalter mit einer Reihe von populären Quarz-Editionen auf eindrucksvolle Weise untermauert.

Unter den Top-Piloten, die im Verlauf des darauf folgenden Jahrzehnts eine Carrera am Handgelenk trugen, waren die Ferrari-Fahrer Jackie Ickx, Clay Regazzoni, Mario Andretti, Carlos Reutemann und Jody Scheckter. Alle Mitglieder des Ferrari-Rennstalls von 1970, mit dem Heuer einen Vertrag als offizieller Sponsor und Zeitnehmer unterzeichnet hatte, erhielten eine Carrera aus massivem Gold mit eingraviertem Namen und Blutgruppe.

Seit dieser Zeit war sie stetiger Begleiter aller legendären TAG Heuer-Piloten: Alain Prost, David Coulthard, Kimi Räikkönen, Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Jenson Button und Sergio Perez …

 

CARRERA Calibre 36 Chronograph Flyback „Racing“ (43 mm)

Der Chronograph für den Rennsport

Auf der Pole-Position der in diesem Jahr eingeführten Carrera-Modelle befindet sich eine der elegantesten und sportlichsten Kreationen der Serie. Der Chronograph ist mit dem automatischen Hochleistungs-Uhrwerk Calibre 36 ausgestattet (so benannt wegen der Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde) und besitzt eine vom Automobilrennsport inspirierte echte Flyback-Funktion, die Rennfahrern (und Flugzeugpiloten) per Knopfdruck die Nullstellung des Chronographen ohne vorheriges Stoppen ermöglicht.

Das großzügige Gehäuse ist aus ultraleichtem Titan (Grad 2) gefertigt – dieselbe korrosionsbeständige Legierung, wie sie auch in der modernen Flugzeug- und Fahrzeugkonstruktion sowie Architektur verwendet wird, allerdings sandgestrahlt und mit einer schwarzen, optisch besonders ansprechenden Titancarbid-Beschichtung versehen.

Das „Racing“-Modell besitzt ein anthrazitfarbenes Zifferblatt mit dem für TAG Heuer charakteristischen Sonnenschliff, polierte und von Hand applizierte arabische Ziffern aus Schwarzgold auf der äußeren Tachymeterskala sowie einen Chronographenzeiger und kleinen Sekundenzeiger mit roter Spitze. Die Datumsanzeige befindet sich bei 6 Uhr, die Totalisatoren – Chronographenminute und mitlaufende Sekunde – bei 3 und 9 Uhr. Beide Zähler sind mit gebürsteten Applikationen und polierten Facetten verziert. Der Gehäuseboden aus Saphir-Rauchglas gibt durch ein kratzfestes Sichtfenster den Blick auf das Innenleben des hochpräzisen Uhrwerks frei.

Das neu gestaltete Armband orientiert sich an den im Motorsport und bei Lenkrädern verwendeten Ledermaterialien. Es besteht aus handgefertigtem Leder mit einer schwarzen perforierten Schicht und einer schwarzen Faltschließe aus Titan (Grad 2).

Als Trendsetter der neuen Carrera-Serie weist der neue CARRERA Calibre 36 Chronograph Flyback die wahren „Racing“-Attribute dieser vom Motorsport inspirierten Serie auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.